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8.9.2010
Slavkovský les >> Slavkovský les
Adresse und Kontakte:Správa CHKO Slavkovský les Hlavní 504 Tel.: +420 354 624 081 |
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Das Landschaftsschutzgebiet Slavkovský les (Kaiserwald) ähnelt einer bergigen, ruhigen grünen Insel unberührter Natur im geographischen Dreieck zwischen Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázně (Marienbad) und Františkovy Lázně (Franzensbad). Die einzigartige Landschaft steigt steil aus der Tachovská brázda (Tachauer Furche), dem Chebská pánev (Egerer Becken) und dem Sokolovská pánev (Falkenauer Becken) auf und geht im Osten langsam in die Tepelská plošina (Teplitzer Ebene) über. Die Landschaftsform wird als Endrumpf bezeichnet.
Die höchsten Erhebungen im Slavkovský les, Lesný (Judenhau) und Lysina (Glatze), befinden sich in dem eher höher gelegenen, westlichen Teil.
Ein bedeutender Bestandteil der Wälder im südöstlichen Teil des Gebiets sind die weiträumigen Hochmoore mit Vorkommen der torfmoortypischen Moor-Kiefer (Pinus rotundata) und Moor-Birke (Betula pubescens). Die ausgedehnten Waldbestände bilden zusammen mit den Torfmooren einen riesigen natürlichen Wasserspeicher, der den Wasserhaushalt der weiteren Umgebung, vor allem der westböhmischen Bäder, günstig beeinflusst.
Durch den Schutz der Mineralquellengebiete unterscheidet sich das LSG Slavkovský les stark von anderen Landschaftsschutzgebieten der Tschechischen Republik.
Zu den seltenen und geschützten Pflanzen gehören als bedeutendste Vertreter das endemisch vorkommende Mierenblättrige Hornkraut (Cerastium alsinifolium) und die Heidelbeer-Weide (Salix myrtilloides), aber beispielsweise auch Bergarnika (Arnica Montana) - Wahrzeichen des Landschaftsschutzgebietes -, der Rundblättrige Sonnentau (Drosera Rotundifolia), das Gewöhnliche Fettkraut (Pinguicula vulgaris), seltene Serpentin-Streifenfarne (Asplenium Cuneifolim) und eine ganze Reihe von Knabenkräutern (Dactylorhiza).
Zu den typischen Tierarten zählen die westeuropäische Rasse des Rothirsches (Cervus elaphus), das Schwarzwild (Sus scrofa), das Rehwild (Capreolus capreolus) sowie verschiedene Marderarten. Bis heute konnten noch das Birkhuhn (Lyrurus tetrix) und der Auerhahn (Tetrao urogallus) im Gebiet Zuflucht finden. Auch der Schwarzstorch (Ciconia nigra) nistet hier regelmäßig. Im Slavkovský les befindet sich das westlichste Vorkommen des Europäischen Ziesels (Spermophilus).
Das gesamte Gebiet verfügt über ein relativ dichtes Netz markierter Wanderwege, die den Besucher, ganz gleich ob im Winter oder im Sommer, zu allen attraktiven Natursehenswürdigkeiten und geschichtsträchtigen Orten führen, wie z. B. zum Prämonstratenserkloster in Teplá (Tepl), zur Burg Loket (Ellbogen), zur Stadt Bečov (Hochpetsch) oder zum Schloss Kynžvart (Königswart).
Die Verwaltung des Landschaftsschutzgebiets möchte Sie zu einer Wanderung auf dem zum Teil Gehbehinderten-gerecht ausgebauten Lehrpfad 'Na Kladské' (Glatzer Lehrpfad) und entlang des Lehrpfades Smraďoch (Stinker) einladen.
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Primäre Daten:Gesamtfläche: 610 km2 Erklärung: 1974 |